Vermittlungsablauf

Wer einen Hund adoptieren, ihn aber vorher kennen lernen möchte, ist herzlich eingeladen, den Besuch bei uns anzumelden und vorbeizukommen. Die meisten Hunde befinden sich auf der Rettungsfarm in Debrecen (Ungarn) – dem Tierheim des Puli Tierschutzvereins. Manche Hunde sind in Pflegefamilien bei Debrecen untergebracht.

Der Ablauf der Adoption:

Ihr habt euch in einen unserer Hunde verliebt und möchtet ihn gern adoptieren? So geht’s: Schickt uns über die Homepage eine Vermittlungsanfrage, über Facebook eine persönliche Nachricht oder schreibt uns eine E-Mail an die Adresse: puliverein.debrecen@gmail.com

Wir sind für euch da, vom Erstgespräch über die Vorbereitung, den Empfang des Lieblings bis hin zu Fragen beim Einleben im neuen Zuhause. Die Vermittlung erfolgt mit Vorkontrolle, Schutzvertrag und Zahlung einer Schutzgebühr.

Sie beinhaltet:
  • den Chip und die Kastration (wenn medizinisch möglich),
  • den EU-Heimtierausweis,
  • die erforderlichen Impfungen,
  • die Entwurmung und die Entflohung sowie
  • den Transport.

HINWEIS: Die Schutzgebühr ist ausnahmelos über eine Bankverbindung zu überweisen. Bitte nicht über PAYPAL, da hier hohe Kosten für uns entstehen!

Die Übergabe Eures Hundes:

Der Tierheimleiter fährt persönlich circa 1x pro Monat an einem Wochenende die Hunde des Puli Tierschutzvereins zu vorab festgelegten Treffpunkten. Die Route führt von Debrecen durch Ungarn und Österreich nach Deutschland. Das genaue Datum und die Übergabe-Orte werden nach Absprache festgelegt.

Das Einleben im neuen Zuhause:

Hunde aus dem Ausland sind nicht perfekt. Habt bitte Geduld und gebt dem Hund ausreichend Zeit, sich einzuleben, ohne ihn oder euch unter Leistungsdruck zu setzen. Adoptierte Hunde brauchen

  • ca. 3 Tage, um runterzufahren.
  • 3 Wochen, um sich an neue Abläufe zu gewöhnen.
  • Und 3 Monate, um sich zu entspannen und allmählich Zuhause zu fühlen.

Danke, dass ihr unserem Schatz diese Zeit gebt.

Das angegebene Alter der Hunde beruht auf Schätzungen der Tierklinik. Wir wissen wenig oder nichts über ihre Vergangenheit, weil die Hunde oft aus Tötungsstationen kommen oder von der Straße gerettet wurden. Hunde aus dem Ausland sind Überraschungseier im positiven Sinn, denn die Freude besteht darin, mitzuerleben, wie das neue Familienmitglied aufblüht und seine Persönlichkeit entfaltet.

Man rettet ein armes Lebewesen und zeigt ihm, wie schön die Welt sein kann.

Hilfreich für den Hund ist eine entspannte, positive, fröhliche Grundeinstellung des Menschen. Diese überträgt sich auf den Hund. Ständige Maßregelungen führen bei dem Hund zu Stress und sind kontraproduktiv. Wenn der Mensch weniger hohe Erwartungen hat, haben er und sein Hund mehr Spaß im Leben.

Hundeschule ja oder nein:

Gern. Vor allem, wenn ihr einen Einzel-Hund habt, der gern mit anderen Hunden rennt und spielt. Bei der Wahl einer Hundeschule bitten wir euch, darauf zu achten, dass nicht mit Unterdrückung gearbeitet wird sondern mit positiver Verstärkung (Lob, Leckerchen). Es soll kein Macht-Angst-Verhältnis entstehen sondern ein Band der Liebe und des Vertrauens.

Alleine bleiben:

Wir können leider nicht vorab testen, ob der Hund gut alleine bleiben kann. Manche Hunde sind froh, wenn sie mal alleine ihre neue Umgebung erkunden können ohne unter Beobachtung zu stehen. Für andere ist es eine lebensbedrohliche Situation. Wir können euch Tipps geben, wie die Chance am größten ist, dass es von Beginn an klappt.

Sitz, Platz, Treppe, Geschäfte und Co.:

Es kann sein, dass die Hunde noch kein Gassi gehen kennen, das Leben im Haus nicht kennen, noch nicht stubenrein sind, noch kein Sitz, Platz und Co. gelernt haben. Wir üben mit ihnen, aber oft mangelt es bei ca. 80-100 Hunden an Zeit, um näher auf sie einzugehen. Wir können vieles im voraus schwer einschätzen, da es Lebewesen sind. Und wir nicht wissen, wie sie sich in neuer Umgebung mit neuen Menschen verhalten werden. Rechnet somit besser damit, dass sie noch nicht stubenrein sind, dann werdet ihr eventuell positiv überrascht. Manche Hunde haben beim Einzug im neuen Zuhause Angst vor der Treppe. Erst recht, wenn sie glatt aussieht oder spiegelt. Wenn ihr Treppen habt, die der Hund gehen muss, darf er nur ein Gewicht haben, das ihr schafft, zu tragen.

Körperpflege:

Wir versuchen stets zu ermöglichen, dass die Hunde einigermaßen gepflegt anreisen. Bitte habt Verständnis dafür, dass es nicht immer zu schaffen ist. Die Hunde kommen vom Tierheim-Zwinger direkt in den Transport-Wagen. Wir haben im Tierheim weder Elektrizität noch fließendes Wasser und keine Möglichkeit, sie zu baden. Im Winter können wir ihnen das Fell nicht kürzen aufgrund der kalten Nächte. Oft kommen Notfälle dazwischen, wo es um Leben und Tod geht. Daher kann es sein, dass ein Hund im „wild look“ anreist, müffelt oder noch Einstreu im Fell hängen hat.

Zu weiteren Themen rund um das Einleben erhaltet ihr von uns eine Info-Broschüre, wobei es ja nur auf eins ankommt: dass ihr eine schöne gemeinsame Zeit vor Euch habt.

Futter- und Wassergabe:

Bitte nach der Adoption unbedingt erstmal Josera oder Orlando oder Bellosan Trockenfutter weiter füttern. Nach und nach das neue Futter beimischen, das der Hund bekommen soll. So vermeidet man Durchfall aufgrund von Futterumstellung.

Es kann sein, dass der Hund in der Anfangszeit sehr viel trinkt, das ist stress bedingt. Unbedingt immer ausreichend Wasser zur Verfügung stellen und ihn trinken lassen.

Alles Liebe und Gute, Euer Team vom Puli Tierschutzverein.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner